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Impfempfehlungen

 

 

 

 

Impfen schützt Tiere vor tödlichen Infektionskrankheiten

 

Die klassischen Infektionskrankheiten von Hunden, Katzen, Kaninchen und Frettchen sind durch die Entwicklung wirksamer Impfstoffe und ihrer konsequenten Anwendung beherrschbar geworden. Aber sie sind nicht besiegt. Noch immer treten die zum Teil tödlich verlaufenden Infektionen wie Tollwut, Staupe, Katzenseuche, Myxomatose und Chinaseuche (RHD) auf. Impfen ist deshalb nach wie vor nötig und bietet den einfachsten und wirksamsten Schutz gegen diese viralen und bakteriellen Erkrankungen.

Als Tierbesitzer möchten Sie Ihren Liebling so gut wie möglich vor Krankheiten schützen. Gleichzeitig wollen Sie unnötige Belastungen vermeiden. In zunehmendem Maße fragen sich Tierbesitzer daher, ob sie Ihr Tier überhaupt und wenn ja, wie oft und gegen was impfen lassen sollen. Das Praxisteam hat für Sie einige Informationen zusammengestellt, damit Sie einen Überblick über die von der Ständigen Impfkommission Vet empfohlenen Schutzimpfungen bekommen, um so Ihr Tier optimal vor Krankheiten zu schützen.

Eine Impfung sollte individuell auf Ihr Tier abgestimmt sein. Der nachfolgende Überblick dient also nur als allgemeine Information. Welche Impfung für Ihr Tier geeignet ist, erfahren Sie am besten bei einem persönlichen Gespräch in unserer Praxis.

IMPFSCHEMA HUND:

Wir empfehlen das folgende Impfschema und halten uns damit an die offiziellen Empfehlungen der ständigen Impfkommission Vet. und des BPT (Bundesverband praktizierender Tierärzte –www.tieraerzteverband.de):

Grundimmunisierung:

Als Grundimmunisierung von Welpen gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren.

1. Impfung: ab der 8. Lebenswoche: SHPL

2. Impfung: 4 Wochen nach der ersten Impfung, ab der 12. Lebenswoche: SHPLT

3. Impfung: nach weiteren 4 Wochen: SHP(L)T

4. Impfung: 1 Jahr später (mit 15 Lebensmonaten) SHPLT

Hunde, die häufig Kontakt mit Artgenossen haben, sollten zusätzlich gegen Zwingerhusten geimpft werden. Die Impfung wird gleichzeitig mit den übrigen Impfungen durchgeführt. In einem höheren Alter vorgestellte Tiere erhalten ihre Impfungen in denselben Abständen. Ab einem Alter von 12 Lebenswochen ist eine zweimalige Impfung im Abstand von 3 – 4 Wochen, gefolgt von einer weiteren Impfung nach 1 Jahr, für eine erfolgreiche Grundimmunisierung ausreichend.

Wiederholungsimpfungen

Wiederholungsimpfungen sind alle Impfungen, die nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen.

Tollwut:

In Deutschland gelten seit Änderung der Tollwutverordnung vom 20.12.2005 die in den Packungsbeilagen der Impfstoffe genannten Wiederholungsimpftermine.

Staupe, HCC, Parvovirose:

Wiederholungsimpfungen ab dem 2. Lebensjahr in dreijährigem Rhythmus sind nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausreichend.

Leptospirose:

Jährliche Wiederholungsimpfungen sind zu empfehlen. In Endemiegebieten muss häufiger geimpft werden. Unsere Region gilt zur Zeit nicht als Endemiegebiet.

Was bedeuten die Abkürzungen?

1. SHPLT steht für Staupe

2. SHPLT steht für Hepatitis contagiosa canis = ansteckende Leberentzündung des Hundes

3. SHPLT steht für Parvovirose

4. SHPLT steht für Leptospirose

5. SHPLT steht für Tollwut

6. SHPPiLT steht für Parainfluenza Virus, Komponente des Zwingerhustenkomplexes

Und wogegen kann man noch impfen?

Borreliose

Wird die Borreliose frühzeitig erkannt, so ist sie durch die Gabe von bestimmten Antibiotika heilbar. Der in Deutschland zugelassene Borrelioseimpfstoff wird unter Experten sehr heftig diskutiert. Er bietet vermutlich nur gegen gewisse Borrelienstämme einen Schutz, so dass Ihr Tier dennoch an Borreliose erkranken kann. Neuerdings sind weitere Impfstoffe auf den Markt gekommen, welche Schutz bieten gegen andere Untertypen. In Fachkreisen wird allerdings noch diskutiert, ob diese Untertypen pathogen sind, d.h., ob sie Borreliose verursachen können. Doch nach wie vor ist die Zeckenprophylaxe (d.h. das Auftragen eines Antiparasitikums) der wichtigste Schutz gegen eine Borrelioseinfektion.

Babesiose

Bei der Babesiose handelt es sich größtenteils um eine sogenannte Reisekrankheit, wobei inzwischen in der Fachliteratur auch Fälle beschrieben wurden, bei denen sich Hunde nachgewiesenermaßen in Deutschland infiziert haben. In Deutschland ist kein Impfstoff gegen Babesiose zugelassen, so dass wir nicht routinemäßig gegen Babesiose impfen dürfen. Ein in der EU zugelassener Impfstoff ist im Ausnahmefall verfügbar. Ansonsten gilt auch bei der Babesiose die Zeckenprophylaxe als wichtigster Schutz.

Pilzinfektionen

Eine aktive Immunisierung von Hunden und Katzen gegen bestimmte Hautpilzinfektionen (Dermatophytosen verursacht durch Trichophyton- und Mikrosporumarten) kann prophylaktisch und therapeutisch eingesetzt werden. Sie ist sinnvoll bei Tieren, die einem hohen Infektionsdruck ausgesetzt sind, z.B. Tiere, die in einen Bestand mit erkrankten Tieren aufgenommen werden (prophylaktisch). Außerdem kann die Impfung bei bereits bestehender Pilzinfektion eingesetzt werden (therapeutisch). Die erzeugte Immunität hält ca. 12 Monate an.

Infektiöses Welpensterben (Canines Herpesvirus)

Ein gewisser Schutz vor dem Welpensterben bietet der Impfstoff, der der Mutter verabreicht wird. Aborte und Frühgeburten sind dadurch nicht sicher zu verhindern. Die Impfung wird nach folgendem Impfschema verabreicht:

1. Impfung: zwischen 1. Tag der Hitze bis zum 10. Tag nach dem Decktermin

2. Impfung: 1 – 2 Wochen vor dem Geburtstermin

Die Welpen werden über die Muttermilch geschützt!

 

IMPFSCHEMA KATZE:

Gegen was sollte die Katze geimpft werden?

Rechtzeitige und konsequente Schutzimpfungen bieten nach wie vor den einfachsten und wirksamsten Schutz gegen virale oder bakterielle Infektionen. Impfreaktionen und Nebenwirkungen sind bei den modernen Impfstoffen äußerst selten geworden und stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen einer Impfung.

So infiziert sich die Katze:

Katzen können sich auf direktem Weg (z. B. gegenseitiges Beschnuppern, Belecken, kämpferische Auseinandersetzung) oder indirektem Weg (z. B. Schnüffeln an Ausscheidungen kranker Artgenossen, Übertragung des Erregers durch Hände der Bezugsperson, Schuhwerk oder Gebrauchsgegenstände wie Futterschüsseln etc.) anstecken. Aber nicht nur erkrankte Tiere tragen zur Verbreitung der Infektion bei, auch gesund erscheinende können die Erreger beherbergen und ausscheiden, ohne dabei selbst zu erkranken.

Man unterscheidet zwischen Wohnungskatzen und Freigängern. Welche Impfung für Ihre Katze geeignet ist erfahren sie am besten bei einem ausführlichen Beratungsgespräch in unserer Praxis. Wir empfehlen das folgende Impfschema und halten uns damit an die offiziellen Empfehlungen der ständigen Impfkommission Vet. und des BPT (Bundesverband praktizierender Tierärzte –www.tieraerzteverband.de):

Katzenschnupfen/ Katzenseuche/ Tollwut

Als Grundimmunisierung von Welpen gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren.

1. Impfung: ab der 8. Lebenswoche: RCP

2. Impfung: 4 Wochen nach der ersten Impfung, ab der 12. Lebenswoche: RCPT

3. Impfung: nach weiteren 4 Wochen: RCPT

4. Impfung: 1 Jahr später (mit 15 Lebensmonaten): RCPT

Die Tollwutimpfung muss nur bei Katzen mit Freigang durchgeführt werden.

In einem höheren Alter vorgestellte Tiere erhalten ihre Impfungen in denselben Abständen. Ab einem Alter von 12 Lebenswochen ist eine zweimalige Impfung im Abstand von 3 – 4 Wochen, gefolgt von einer weiteren Impfung nach 1 Jahr, für eine erfolgreiche Grundimmunisierung ausreichend.

Wiederholungsimpfungen

Wiederholungsimpfungen sind alle Impfungen, die nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen.

Tollwut

In Deutschland gelten seit Änderung der Tollwutverordnung vom 20.12.2005 die in den Packungsbeilagen der Impfstoffe genannten Wiederholungsimpftermine.

Katzenschnupfen/ Katzenseuche

Für Katzen mit Freigang werden jährliche Wiederholungsimpfungen empfohlen. Bei Wohnungskatzen ist nach durchgeführter Grundimmunisierung ein Impfintervall von zwei bis drei Jahren ausreichend.

Leukose

Bei Freigängern empfehlen wir zusätzlich die Impfung gegen das feline Leukosevirus (FeLV):

Leukoseimpfung

1. Bluttest ob die Katze bereits das Virus trägt

2. 1. Impfung ab der 8. Lebenswoche

3. 2. Impfung nach 4 Wochen

danach jährliche Wiederholungsimpfungen. Die Impfung von Katzenschnupfen, Katzenseuche und Tollwut kann mit der Leukoseimpfung am selben Tag durchgeführt werden.

Was bedeuten die Abkürzungen?

1. RCPT steht für Rhinotracheitisvirus

2. RCPT steht für Calicivirus

3. RCPT steht für Parvovirus

4. RCPT steht für Tollwutvirus

 

SCHUTZIMPFUNGEN BEIM KANINCHEN

Wann sollte ich meine Kaninchen impfen lassen?

Jungtiere können ab der 4. bis 6. Lebenswoche geimpft werden. Auch tragende und laktierende Häsinnen können geimpft werden. Wenn ein Kaninchen neu in einen Haushalt kommt, sollte eszunächst eine kurze Eingewöhnungszeit haben, da der Ortswechsel Stress für das Immunsystem bedeutet. Auch Wohnungskaninchen sollten geimpft werden, da die Erreger auch über das Grünfutter und Insekten übertragen werden. Die Myxomatose muss danach alle 6 Monate geimpft werden, die RHD jährlich. Der Impfschutz setzt wenige Tage nach der Impfung ein, ist aber erst nach ca. 2 Wochen vollständig ausgeprägt.

Das Impfschema für das Kaninchen

Impfung (nach Möglichkeit) im Frühjahr: RHD und Myxomatose

Boosterung nach 4 Wochen, Auffrischungsimpfungen sind für die RHD im jährlichen Rhythmus, für die Myxomatose im halbjährlichen Rhythmus notwendig.